
PecFent® 100 Mikrogramm/Sprühstoß Nasenspray, Lösung & PecFent® 400 Mikrogramm/Sprühstoß Nasenspray, Lösung
FENTANYL
ACHTUNG: Die nachfolgende Kurzinformation ersetzt nicht das Lesen der Gebrauchsinformation von PecFent® Nasenspray vor der Anwendung.

Was ist PecFent®?
PecFent ist ein Nasenspray mit Fentanyl, einem starken Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide. Es wird eingesetzt bei plötzlich auftretenden Durchbruchschmerzen bei erwachsenen Patienten, die bereits täglich ein Opioid für ständige Dauerschmerzen bei Krebs einnehmen (z.B. mit Morphin, Oxycodon oder Hydromorphon).
Wie wirkt PecFent®?
PecFent ist ein Nasenspray mit dem Wirkstoff Fentanyl, der nach dem Einsprühen rasch durch die Nasenschleimhaut ins Blut übergeht. Das feine Spray bildet dabei in der Nase ein dünnes Gel, was die gezielte Aufnahme des Wirkstoffs direkt in der Nase erleichtert. Fentanyl bindet im Körper an speziellen Andockstellen, den Opioidrezeptoren, und lindert so schnell akute Durchbruchschmerzen bei einer Tumorerkrankung.

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Wofür wird PecFent® angewendet?
PecFent wird angewendet zur:
Behandlung von plötzlich auftretenden Durchbruchschmerzen bei Erwachsenen mit einer Tumorerkrankung.
Nur bei Patienten, die bereits täglich Opioide (z. B. Morphin, Oxycodon, Fentanyl) für ständige Dauerschmerzen bei Krebs nach einem festen Dosierplan einnehmen.
Wie wird PecFent® dosiert und angewendet?
Die Anwendung von PecFent darf nur in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Es darf nicht eigenmächtig dosiert, abgesetzt oder anderen gegeben werden!
- Anfangsdosis: 100 Mikrogramm (1 Sprühstoß in eine Nasenöffnung)
- Bei nicht ausreichender Wirkung, schrittweise Dosiserhöhung ausschließlich nach ärztlicher Rücksprache möglich.
- Maximal 4 Anwendungen pro Tag.
- Mind. 4 Stunden Abstand zwischen den Anwendungen.
- Nur intranasal (in die Nase) anwendbar - nicht zum Schlucken oder auf anderem Weg.
Bei Erhalt von PecFent sind unbedingt die ausführlichen Informationen zur genauen Dosierung und Anwendung in der Gebrauchsinformation zu beachten, die der Packung beiliegt sowie die Informationen eines speziellen Schulungsmaterials, das ebenfalls zur Verfügung steht.
Wann darf PecFent® nicht angewendet werden?
Zu den Gegenanzeigen gehören:
- Allergie gegen Fentanyl oder sonstige Bestandteile
- Keine bestehende regelmäßige tägliche Opioideinnahme nach einem festen Schema (sonst Risiko für gefährliche Atemprobleme)
- Kurzzeitige Schmerzen, die keine Durchbruchschmerzen sind
- Schwerwiegende Lungen- oder Atemprobleme
- Einnahme von Natriumoxybat
Welche wichtigen Hinweise sind zu beachten, wenn PecFent® angewendet wird?
Vorsicht bei:
- Noch nicht stabil eingestellter täglicher Opioid-Dauertherapie für den ständigen Krebsschmerz
- Einnahme von Antidepressiva, Antipsychotika
- Atemproblemen (z.B. Asthma, Kurzatmigkeit, pfeifende Atemgeräusche)
- Schwere Kopfverletzungen
- Herzprobleme wie langsamer Herzschlag (Bradykardie)
- Niedriger Blutdruck oder zu wenig Blut im Kreislauf
- Leber- oder Nierenproblemen
- Wiederholtem Nasenbluten
- Gefühl von Wirkverlust bzw. erhöhter Schmerzempfindlichkeit
- Gefühl, abhängig zu sein
- Kombination der folgenden Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Ermüdung, Schwäche, Schwindelgefühl und niedriger Blutdruck. (Hinweis auf lebensbedrohliche Nierenstörung).
- Nebenniereninsuffizienz oder einen Mangel an Geschlechtshormonen (Androgenmangel) bei früherer Opioidtherapie
Gewöhnung, Abhängigkeit & Missbrauch
Bei wiederholter Anwendung besteht ein Risiko für Gewöhnung (Toleranzentwicklung), erhöhte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie), Abhängigkeit, Sucht und Missbrauch (Risiko erhöht z.B. bei Sucht in der Vorgeschichte, psychischen Erkrankungen, Rauchen) sowie für eine.
Warnzeichen für Abhängigkeit Toleranz und Sucht sind z.B. verlängerte Anwendung, Dosisüberschreitung, Zweckentfremdung bei der Anwendung, Kontrollverlust und Entzugssymptome (z.B. Unruhe, Angst Zittern, Schwitzen) beim Absetzen. Hier sollte immer Rücksprache mit dem Arzt genommen werden.
Für Kinder unzugänglich und in kindersicherem Behältnis lagern (auch wenn leer).
Schlafbezogene Atemstörungen möglich.
Positiver Dopingtest möglich.
Kann PecFent® bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden?
PecFent ist für Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht zugelassen.
Kann PecFent® während der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden?
- Schwangerschaft: nur nach ärztlicher Anweisung.
- Risiko für Neugeborenen-Entzugssyndrom bei Langzeitanwendung in der Schwangerschaft.
- Während der Geburt: nicht anwenden.
- Stillzeit: nicht anwenden.
Welche Nebenwirkungen hat PecFent®? (Auszug)
PecFent ist für Kinder unzugänglich aufzubewahren, da hier versehentliche Anwendung lebensbedrohlich sein kann.
Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören unter anderem:
- Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Benommenheit, Schläfrigkeit, Nasenbluten und -laufen, Reizung der Nase, Verstopfung, Kopfschmerzen, Orientierungsverlust, Geschmacksveränderungen, Hautjucken
- Gelegentlich: Allergien, Appetitveränderungen, Atemnot, Schwindel, Gedächtnisverlust, Krämpfe, depressive Stimmung, Trugwahrnehmungen, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Kurzatmigkeit, Wärmeregulation- und Durchblutungsstörungen, Muskelkrämpfe, Schwindel, Kurzatmigkeit, Durchfall, Schwierigkeiten beim Wasserlassen
- Häufigkeit unbekannt: schwere Atemprobleme, Hitzegefühl, Schlaflosigkeit, Entzugserscheinungen (z. B. Zittern, Schwitzen, Übelkeit, Angst).
Arzneimittelgewöhnung, Arzneimittelabhängigkeit (Sucht), Arzneimittelmissbrauch können auftreten (siehe auch: „Welche wichtigen Hinweise sind bei PecFent zu beachten?“)
Bei sehr starker Benommenheit, Schwäche, Schläfrigkeit, verlangsamter oder abgeflachter Atmung, kalter, feuchter Haut, Blässe und schwachem Puls ist notärztliche Hilfe zu suchen.
Umfassendere Informationen zu allen möglichen Nebenwirkungen können bei einer Verordnung der Gebrauchsinformation entnommen werden, die der Packung beiliegt, sowie einem speziellen Schulungsmaterial, das ebenfalls zur Verfügung steht.
Wie sollte PecFent® aufbewahrt und entsorgt werden?
- Für Unbefugte unzugänglich und in kindersicherem Behältnis lagern (auch wenn leer).
- Aufbewahrung nicht über 25 °C in Verpackung (Lichtschutz)
- Nicht einfrieren.
- Nach Öffnung maximal 60 Tage haltbar.
- Nicht im Hausmüll oder Abwasser entsorgen. Restdosen sind gemäß Anleitung der Gebrauchsinformation zu entleeren und z.B. der Apotheke zur Entsorgung zu bringen.
Ist PecFent® verschreibungspflichtig?
Ja, PecFent ist ein betäubungsmittelpflichtiges Arzneimittel (BtM), das auf einem speziellen Rezept verschrieben und nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden darf.
M-PEC-DE-09-25-0001

Weitere Informationen finden Sie in der Gebrauchsinformation von Produkt
