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Oramorph 10mg/5ml EDB, Lösung zum Einnehmen

Morphin​

ACHTUNG: Die nachfolgende Kurzinformation ersetzt nicht das Lesen der Gebrauchsinformation von Oramorph® Lösung vor der Anwendung.

 

Angaben basieren auf der Gebrauchsinformation von Oramorph® 10mg/5ml EDB, Lösung zum Einnehmen

ACHTUNG icon

Was ist Oramorph®?

Oramorph ist eine Lösung zum Einnehmen mit Morphin, einem starken Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide. Es wird zur Behandlung von starken und stärksten Schmerzen bei Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen eingesetzt.

Wie wirkt Oramorph®?

Der Wirkstoff Morphin bindet im Körper an spezielle Andockstellen im zentralen Nervensystem, den Opioid-Rezeptoren und blockiert dadurch die Schmerzübertragung. Das führt zu einer Linderung von starken und stärksten Schmerzen.

 

 

Wofür wird Oramorph® angewendet?

 

Oramorph wird angewendet zur:

Behandlung von starken bis stärksten Schmerzen bei Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen.
 

    Wie wird Oramorph® dosiert und angewendet?

    Die Anwendung von Oramorph darf nur in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Es darf nicht eigenmächtig dosiert, absetzt oder anderen gegeben werden!

    • Jugendliche 12 - 16 Jahre (40 - 50 kg): 10 - 20 mg Morphin pro Dosis, Tagesgesamtdosis 60 - 120 mg/Tag.
    • Jugendliche ab 16 Jahre und Erwachsene: 10 - 60 mg pro Dosis, Tagesgesamtdosis bis 360 mg/Tag
    • Alle 4 - 6 Stunden einnehmbar (Die maximalen Tagesdosen sollten das 4 - 6 fache der Einzeldosen nicht überschreiten).
    • Einnahme mit ausreichend Flüssigkeit, unabhängig von Mahlzeiten
    • Vorsichtige Dosierung bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen, bei älteren Patienten und bei Verdacht auf verzögerter Magen-Darm-Passage erforderlich.
    • Einnahme nicht länger als notwendig.

     

    Wann darf Oramorph® nicht eingenommen werden?

    Zu den Gegenanzeigen gehören:

    • Allergie gegen Morphin und sonstige Bestandteile
    • Darmverschluss (Ileus)
    • unklare, akute schmerzhafte Bauchbeschwerden (akutes Abdomen)

     

    Welche wichtigen Hinweise sind bei Oramorph® zu beachten? (Auszug)

    Vorsicht bei z.B.:

    • bestimmten Atemwegserkrankungen
    • Bewusstseinsstörungen
    • Leber- oder Nierenerkrankungen
    • Bestimmten Darmerkrankungen
    • Gallen-/Harnwegsproblemen, Pankreatitis
    • Epilepsie, Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
    • erhöhtem Hirndruck, niedrigem Blutdruck
    • erhöhte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie)
    • Störungen der Sexualfunktion
    • Drogen und Alkohol-Probleme in der Vorgeschichte
    • schwerer Hautausschlag, Blasen, Hautablösungen oder Mundschleimhautschäden kurz nach der Anwendung oder bei Anwendung anderer Opioide
    • starken Oberbauchbeschwerden mit begleitenden Symptomen 

    Bei Absetzen nach wiederholter Anwendung oder Anwendung von Opioid-Gegenmitteln Entzugssymptome möglich. 

    Weitere Informationen können bei einer Verordnung der Gebrauchsinformation entnommen werden, die der Packung beiliegt.

     

    Gewöhnung, Abhängigkeit & Missbrauch

    Bei wiederholter Anwendung besteht ein Risiko für Gewöhnung (Toleranzentwicklung), Abhängigkeit, Sucht und Missbrauch (Risiko erhöht z.B. bei Sucht in der Vorgeschichte, psychischen Erkrankungen, Rauchen) sowie für eine lebensbedrohlichen Überdosierung.

      Warnzeichen für Abhängigkeit Toleranz und Sucht sind z.B. verlängerte Anwendung, Dosisüberschreitung, Zweckentfremdung bei der Anwendung, Kontrollverlust und Entzugssymptome (z.B. Unruhe, Angst Zittern, Schwitzen) beim Absetzen. Hier sollte immer Rücksprache mit dem Arzt genommen werden.

        Schwerer Hautausschlag mit Hautablösung und Blasen und/ oder Entwicklung wunder Stellen im Mund möglich. 

        Schlafbezogene Atemstörungen möglich.   

        Wirksame Verhütung sicherstellen.   

        Positiver Dopingtest möglich.

        Kann Oramorph® bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden?

        Oramorph ist bei Kindern ab 12 Jahren anwendbar. Bei Kindern unter 12 Jahren ist die Anwendung nicht zugelassen.

         

        Kann Oramorph® während der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden?

        • Schwangerschaft: nicht anwenden, außer aus ärztlicher Sicht zwingend notwendig.
        • Risiko für Neugeborenen-Entzugssyndrom bei Langzeitanwendung in der Schwangerschaft.
        • Stillzeit: nicht anwenden.

         

        Welche Nebenwirkungen hat Oramorph®? (Auszug)

        Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören unter anderem:

        • Sehr häufig: Stimmungsveränderungen, (Euphorie/Dysphorie)
        • Häufig: Erbrechen, Appetitlosigkeit, Hautreaktionen (Juckreiz, Schwitzen), Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Aktivitätsveränderungen, Bronchospasmen, Blasenentleerungsstörungen
        • Gelegentlich bis selten: Darmverschluss, Halluzinationen, Blutdruckanstieg, Gallen- und Nierenkoliken
        • Sehr selten/ Häufigkeit unbekannt: Hautreaktionen, Atemstörungen, Darmverschluss, Entzugserscheinungen, Schlafapnoe, epileptische Anfälle, Muskelzittern, Muskelkrämpfe, Potenzstörungen, Sehstörungen

        Arzneimittelgewöhnung, Arzneimittelabhängigkeit (Sucht), Arzneimittelmissbrauch können auftreten (siehe auch: „Welche wichtigen Hinweise sind bei Oramoph zu beachten?“) 

        Umfassendere Informationen zu allen möglichen Nebenwirkungen können bei einer Verordnung der Gebrauchsinformation entnommen werden, die der Packung beiliegt.

         

        Wie sollte Oramorph® gelagert und entsorgt werden?

        • Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
        • Lagerung nicht über 25 °C im Umkarton (Lichtschutz).
        • Nicht im Abwasser oder Haushaltsmüll entsorgen – in der Apotheke fragen.

         

        Ist Oramorph® verschreibungspflichtig?

        Ja, Oramorph ist ein betäubungsmittelpflichtiges Arzneimittel (BtM), das auf einem speziellen Rezept verschrieben und nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden darf.

         

        M-ORA-DE-09-25-0001