
Moventig® 12,5mg Filmtabletten & Moventig® 25mg Filmtabletten
NALOXEGOL
ACHTUNG: Die nachfolgende Kurzinformation ersetzt nicht das Lesen der Gebrauchsinformation von Moventig® Filmtabletten vor der Anwendung

Was ist Moventig®?
Moventig enthält Naloxegol, einen sogenannten peripher wirkenden Opioid-Rezeptor-Antagonisten. Es wird bei Erwachsenen zur Behandlung der Opioid-induzierten Obstipation (engl. opioid-induced obstipation, OIC) eingesetzt, wenn herkömmliche Abführmittel nicht ausreichend wirken.
Eine Opioid-induzierte Obstipation, also eine Verstopfung durch Opioide, tritt häufig bei regelmäßig eingenommenen starken Schmerzmitteln wie Morphin, Oxycodon, Tramadol oder Fentanyl auf. Typische Beschwerden sind z.B. Bauchschmerzen, harter Stuhl, unvollständige Entleerung und starkes Pressen beim Stuhlgang.
Wie wirkt Moventig®?
Der Wirkstoff Naloxegol blockiert gezielt die Verstopfungswirkung von Opioiden auf den Darm, dazu bindet es an die Andockstellen (Rezeptoren), an die normalerweise die Opioide binden, ohne die schmerzlindernde Wirkung dieser Medikamente im zentralen Nervensystem zu beeinträchtigen. Moventig erhöht nachweislich die Anzahl der Stuhlgänge und lindert typische Beschwerden der Verstopfung, die durch Opioide ausgelöst werden.

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Wofür wird Moventig® angewendet?
Moventig wird angewendet zur:
Behandlung von Verstopfung bei Erwachsenen, die regelmäßig Opioide einnehmen.
Nur dann, wenn vorher mindestens ein Abführmittel unzureichend geholfen hat.
Wie wird Moventig® angewendet?
- Empfohlene Dosis: 1 Filmtablette mit 25 mg Naloxegol täglich.
- Einnahme morgens auf nüchternen Magen, entweder mindestens 30 Minuten vor oder 2 Stunden nach der ersten Mahlzeit
- Tabletten können bei Schluckbeschwerden zerkleinert und in Wasser eingenommen werden.
- Mit und ohne andere Abführmittel anwendbar.
- Bei Absetzen des Opioid-Schmerzmittel oder Unterbrechung der Opioideinahme für mehr als 24 Stunden Arzt, Apotheker oder medizinisches Fachpersonal ansprechen
Bei Nierenproblemen oder gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Verapamil, Diltiazem) wird gegebenenfalls eine niedrigere Startdosis verordnet.
Wann darf Moventig® nicht eingenommen werden?
Zu den Gegenanzeigen gehören:
- Allergie gegen Naloxegol, ähnliche Arzneimittel oder sonstige Bestandteile
- Darmblockierung/-verschluss oder Risiko dafür
- Bestimmte Krebserkrankungen z. B. Krebs von Darm oder Bauchfell, bestimmte Eierstockkrebsformen
- Einnahme von Medikamenten wie:
- Antimykotika: Ketoconazol, Itraconazol
- Antibiotika: Clarithromycin, Telithromycin
- HIV-Medikamente: Ritonavir, Saquinavir
- VEGF-Inhibitoren: z. B. Bevacizumab
Welche wichtigen Hinweise sind zu beachten, wenn Moventig® angewendet wird?
Vorsicht bei:
- bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Divertikulitis, stark anhaltende oder sich verschlimmernde Bauchschmerzen, Magengeschwüre)
- bestimmten Krebserkrankungen z.B. des Darms, des Bauchfells oder des Gehirns
- bestimmten Erkrankungen des Nervensystems (z.B. Alzheimer, Multiple Sklerose)
- Symptome eines möglichen Opioid-Entzugs, unzureichende Schmerzkontrolle durch Opioid-Arzneimittel
- Vorliegen schwerer Herz-, Nieren oder Lebererkrankungen
- Einnahme von Methadon
Kann man Moventig® bei Kindern und Jugendlichen anwenden?
Moventig wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.
Kann man Moventig® während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden?
- Schwangerschaft: nicht empfohlen.
- Stillzeit: nicht anwenden.
Welche Nebenwirkungen hat Moventig®? (Auszug)
Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören unter anderem:
- Sehr häufig: Bauchschmerzen, Durchfall
- Häufig: Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Schnupfen, Kopfschmerzen, übermäßiges Schwitzen
- Häufigkeit unbekannt: Allergische Reaktionen, Perforation des Darms (selten, aber potenziell lebensbedrohlich)
Opioid-Entzugserscheinungen möglich.
Starke, anhaltende oder sich verschlimmernde Bauchschmerzen als Zeichen einer lebensbedrohlichen Verletzung der Darmwand möglich.
Umfassendere Informationen zu allen möglichen Nebenwirkungen können bei einer Verordnung der Gebrauchsinformation entnommen werden, die der Packung beiliegt.
Wie sollte Moventig® gelagert und entsorgt werden?
- Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
- Lagerung nicht über 25 °C.
- Nicht im Abwasser oder Hausmüll entsorgen - in der Apotheke fragen.
Ist Moventig® verschreibungspflichtig?
Ja, Moventig ist verschreibungspflichtig und darf nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
M-MOV-DE-09-25-001

Weitere Informationen finden Sie in der Gebrauchsinformation von Produkt
